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VOM LOKALEN BEHÄLTERBAUER ZUM INTERNATIONALEN ENGINEERING-UNTERNEHMEN

Ein Jeder kennt die Geschichte der Luftschiffe des Grafen von Zeppelin, die seinen Namen trugen. Die historischen Fahrten, aber auch das tragische Unglück der Hindenburg werden immer im Gedächtnis der Menschen bleiben.

Wandel als Chance

Die Geschichte des großen Luftfahrtunternehmens ist eng mit der Geschichte der Zeppelin Systems GmbH verbunden. Denn des einen Untergang war des anderen Aufstieg.

1947 ordnete die alliierte Militärverwaltung die Zerschlagung und Zwangsliquidierung des Luftfahrtkonzerns an. Ohne Fertigungsanlagen schien das Ende des Unternehmens Zeppelin vorprogrammiert. Doch aufgeben kam für die stolzen Zeppeliner nicht in Frage. Man besann sich auf das enorme Know-how, welches bei der Fertigung der Luftschiffe erworben wurde. Insbesondere in der Aluminiumverarbeitung wurden Meisterleistungen erzielt. Deshalb wurde die Metallwerke Friedrichshafen GmbH gegründet und mit der Fertigung von Leichtbaukonstruktionen und Großbehältern für die chemische Industrie ein neuer Anfang gewagt.

Wachstumschancen genutzt

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Silos von Zeppelin hatten sehr schnell einen exzellenten Ruf im Markt. Im Laufe der Jahre wurde das Portfolio um weitere Schlüsselkomponenten für die Schüttgut-Industrie erweitert. Und mit der Zeit entwickelte sich das Unternehmen zum Spezialisten für das Lagern, Fördern, Mischen, Dosieren und Verwiegen von hochwertigen Schüttgütern.

Tochtergesellschaften in Belgien, Italien, Indien, Singapur, USA, Brasilien, Saudi-Arabien, Süd-Korea, England und China wurden gegründet. Durch strategische Allianzen und Zukäufe wurden ab der Jahrtausendwende die Geschäftsfelder erheblich erweitert.

Polyolefin Plants, Plastic & Rubber Plants, Food Plants und Mixing Technology bearbeiten die Branchen, in denen wir Zuhause sind. Mittlerweile ist Zeppelin Systems das weltweit führende Anlagenbau-Unternehmen für das Handling hochwertiger Schüttgüter.


1900
2016

1908

Gründung Luftschiffbau Zeppelin GmbH in Friedrichshafen durch Ferdinand Graf von Zeppelin (1838–1917). Ermöglicht wurde ihm die Unternehmens- gründung durch eine spektakuläre Spendenaktion, nachdem sein viertes Luftschiff bei einem Sturm komplett zerstört worden war. Die Zeppelinspende des deutschen Volkes war mit über sechs Millionen Reichsmark die größte freiwillige Spendenaktion im Kaiserreich und diente nicht nur der Luftschiffbau Zeppelin GmbH als Startkapital, sondern ermöglichte Graf Zeppelin auch die Gründung einer Stiftung. Bis heute ist die Zeppelin-Stiftung über die Luftschiff Zeppelin GmbH auch an der Zeppelin GmbH beteiligt.

1950

Nach einer völligen Zerstörung der Zeppelin Produktionsstätten während des Zweiten Weltkrieges erfolgte 1950 die Gründung der Metallwerke Friedrichshafen GmbH, die später in Zeppelin-Metallwerke GmbH umbenannt und woraus 1995 die heutige Zeppelin GmbH wurde. Damit erfolgte eine völlige Neuorientierung der Geschäftstätigkeit - zunächst erfolgreich im Bereich des Behälter- und Komponentenbaus.

1954

Zeppelin gelang es, einen Exklusivvertrag über die Rechte für den Vertrieb und Service von Caterpillar Baumaschinen in Westdeutschland abzuschließen. Ein neues Geschäftsfeld war etabliert und ein Meilenstein in der Unternehmenshistorie gesetzt.

1987

Das Wachstum der petrochemischen Industrie in Brasilien führte zu einer verstärkten Nachfrage nach lokalen Lieferungen für Silo- und Fördertechnik. Aus der Partnerschaft mit Johannes Möller entstand 1987 durch eine Übernahme JMB, heute Zeppelin Systems Latin America Equipamentos Industriais Ltda mit Vertrieb, Engineering, Silo- und Komponentenfertigung in São Paulo.

1988-1998

Durch das verstärkte Engagement von Zeppelin im internationalen Anlagenbau gründete das Unternehmen Tochterfirmen in den für die Petrochemie relevanten Märkten (Belgien, Italien, Indien, Singapur, USA). Der Standort in Belgien wurde zum Bau von Silos direkt am Wasserweg errichtet, um dadurch einen verbesserten Zugang nicht nur zur Petrochemie in Belgien und Holland zu verhelfen, sondern vor allem um eine direkte Verschiffung auf dem Wasserweg zu ermöglichen.

1992

Die pneumatische Förderung als Kernkompetenz im Schüttgut-Anlagenbau wurde durch die Akquisition der AVT Anlagen- und Vertriebstechnik GmbH Bestandteil des Know-hows von Zeppelin. Damit gelang der Einstieg in den internationalen Anlagenbau.

2001

Zur Vervollständigung der Wertschöpfungskette bei Planung und Bau von Polymer-Anlagen wurde unter dem Namen Polymer Alliance eine Partnerschaft mit JSW für Extruder und H&B für Verpackungstechnik gegründet. Die Polymer Alliance ermöglichte damit als einziger Lieferant die Lieferung kompletter Anlagen ‚downstream the reactor‘ aus einer Hand.

2003

Das Wachstum in China, insbesondere auf dem Gebiet der Polymer-Erzeugung, erforderte die Überführung des Geschäftes von einer Vertretung auf eine eigene Firma, vor allem zur Vergabe von lokalen Aufträgen. Zeppelin China Beijing wurde gegründet.

2004

Im Rahmen der strategischen Ausweitung der Anlagenbau-Aktivitäten stieg Zeppelin konsequent in die Märkte der Verarbeiterindustrie ein. Mit der Übernahme der Motan Materials Handling GmbH wurden Kompetenzen in der Gummi-Aufbereitung und in der Kunststoff-Compoundierung in Zeppelin integriert.

2005

Mit der Übernahme von mht Ludwigsburg gelang Zeppelin der vertiefte Einstieg in die Märkte der PVC-Aufbereitung und Compoundierung.

2005

Neben den für Zeppelin klassischen Märkten der Kunststoff-Industrie gelang mit der Übernahme von FTF Fördertechnik Freital der Einstieg in den Anlagenbau für Mineralien und Feinchemikalien sowie die regionale Verstärkung in Richtung Osteueropa.

2007

Übernahme des Bereichs Schüttguttechnik von Chronos Richardson und Gründung von Zeppelin Systems in England.

Chronos Richardson verfügte über einen traditionell guten Marktzugang zu den asiatischen Märkten im Bereich der Ruß-Aufbereitung und Dosiertechnik. Durch den Kauf der Geschäftseinheit in England konnte Zeppelin das Asien-Geschäft in diesem Bereich erweitern und gleichzeitig eine Basis in England aufbauen.

2007

Die Übernahme von FAT Filtertechnik ermöglichte den Aufbau eines eigenen Produktprogramms in der Filtertechnik und die Entwicklung von Filter-Sonder- anwendungen in der Prozesstechnik.

2008

Das starke Wachstum im arabischen Raum erforderte eine verstärkte Präsenz und Projektbearbeitung in dieser Wachstumsregion. Durch die Gründung von Zeppelin Systems Gulf wurde eine weitere Fertigungsbasis für Silos geschaffen sowie eine regionale Basis für die anderen Geschäftsfelder.

2009

Die rasante Entwicklung in Indien war der Anlass, die bestehende Niederlassung in Indien durch den Erwerb zusätzlicher Ingenieur-Dienstleistungen zu stärken. Die Übernahme von Alpha Engineering bildete die Grundlage für weitere Wachstumsmöglichkeiten in Indien.

2009

Die Übernahme von Reimelt-Henschel ermöglichte die Ausweitung der bisherigen Geschäftsfelder um die Lebensmitteltechnik, die Mischtechnik und die Aufbereitung von Flüssigkeiten. Erstmals wurden dabei bestehende, international aufgestellte Netzwerke, miteinander verbunden. Zeppelin erhielt dadurch weitere Stützpunkte in Europa, USA, Asien und Australien.

2010

Gründung der Zeppelin Systems Shanghai.
Die Bearbeitung des chinesischen Marktes, speziell in der Petrochemie, erforderte die Gründung eines Joint Ventures mit einem chinesischen Partner um das Know-how von Zeppelin mit den Marktanforderungen in China zu verknüpfen.

2012

Durch die Übernahme der KOKEISL-Dosiertechnik konnte Zeppelin seine Kompetenz in der Dosiertechnik weiter vergrößern.